Ökotoxikologische Analysen / Biologische Abbaubarkeit
Die Testverfahren zur Wasser- und Abwasseranalytik sowie zur Produktprüfung basieren auf DIN-Vorschriften und OECD-Richtlinien.
Fischeitest
Der Fischeitest nach DIN EN ISO 15088 (T6):2009-06 eignet sich zur Untersuchung der akuten Wirkung wasserlöslicher Chemikalien, Suspensionen oder Dispersionen sowie für potentiell im Abwasser, Oberflächen- oder Grundwasser befindliche Schadstoffe.
Für eine erweiterte Exposition sind wir ebenfalls für den Fischembryonentest (FET) nach OECD 236 (Stand 26.07.2013) akkreditiert. Die Expositionszeit erstreckt sich dabei bis zum Schlupf der Jungfische und gibt Hinweise auf die Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffen im Wasser über das Embryonalstadium hinaus.
Daphnientest
Der akute Daphnientest nach DIN 38412-L30:1989-03 wird zur Bestimmung des GD-Werts verwendet und findet vor allem Anwendung bei Abwasser, Oberflächen- oder Grundwasser.
Die akuten Toxizitäts-Tests nach DIN EN ISO 6341-L40:2013-01 bzw. OECD 202 (Stand 13.04.2004) dienen eher der ökotoxikologischen Untersuchung von wasserlöslichen chemischen Substanzen oder Suspensionen. Mithilfe geometrischer Reihen sowie statistischer Auswertungen können EC- bzw. NOEC/LOEC-Werte ermittelt werden.
Im semistatischen Reproduktionstest nach OECD 211 (Stand 02.10.2012) wird die chronische Wirkung von Testsubstanzen über 21 Tage getestet. Auch hier können Effektkonzentrationen über verschiedene Konzentrationsstufen analysiert werden.
Algentest
Der Algenhemmtest nach DIN 38412-L33:1991-03 wird zur Bestimmung des GA-Werts verwendet und findet vor allem Anwendung bei Abwasser, Oberflächen- oder Grundwasser.
Die Toxizitäts-Tests nach DIN EN ISO 8692-L9:2012-06 bzw. OECD 201 (Stand 28.07.2011) dienen eher der ökotoxikologischen Untersuchung von wasserlöslichen chemischen Substanzen oder Suspensionen. Mithilfe geometrischer Reihen sowie statistischer Auswertungen können EC- bzw. NOEC/LOEC-Werte ermittelt werden.
Leuchtbakterientest
Der Leuchtbakterientest nach DIN EN ISO 11348-2 (L 52):2023-12 eignet sich zur Untersuchung der akuten Wirkung wasserlöslicher Chemikalien, Suspensionen oder Dispersionen sowie für potentiell im Abwasser, Oberflächen- oder Grundwasser befindliche Schadstoffe. Eine Ermittlung von EC- bzw. NOEC/LOEC-Werten ist ebenfalls möglich.
Biologische Abbaubarkeit – Zahn-Wellens-Test
Der Zahn-Wellens-Test nach DIN EN ISO 9888 (L25):1999-11 oder OECD 302 B (Stand 17.07.1992) ist ein häufig verwendeter Test zur Bestimmung der aeroben biologischen Abbaubarkeit von gelösten organischen Substanzen. Er verfolgt den Abbau anhand der Abnahme des DOC und ist in der Produkt- und Abwasseruntersuchung weit verbreitet. Der Test liefert Informationen zum Adsorptionsverhalten, gegebenfalls zur Flüchtigkeit von Substanzen und spiegelt das Verhalten in einer realen Kläranlage wider. Spezifikationen nach Nr. 406 bis Nr. 408 der Anlage 1 zu §4 der Abwasserverordnung (AbwV) sind ebenfalls möglich.
Leichte biologische Abbaubarkeit
Im Gegensatz zum oben genannten Zahn-Wellens-Test werden Testverfahren zur Ermittlung der leichten aeroben biologischen Abbaubarkeit nur mit einer sehr geringen Konzentration an Mikroorganismen durchgeführt. Folgende Verfahren kommen hierbei zum Einsatz:
DOC-Elimination
Analog zum Zahn-Wellens-Test wird die leichte aerobe biologische Abbaubarkeit über die Abnahme des DOC ermittelt. Die Verfahren nach OECD 301 A bzw. E (Stand 17.07.1992) und DIN EN ISO 7827 (L29):2013-03 sind dabei für nicht-flüchtige und wasserlösliche Substanzen geeignet.
Manometrischer Respirationstest
Dieser Test erfolgt in speziellen Flaschen mit Druckmessköpfen und einem Gasraum über der Wasserphase. Die leichte aerobe biologische Abbaubarkeit wird indirekt über die Druckabnahme im Testgefäß aufgrund des Sauerstoffverbrauchs ermittelt. Die Verfahren nach OECD 301 F (Stand 17.07.1992) und DIN EN ISO 9408 (L22):1999-12 sind dabei für flüchtige und nicht wasserlösliche Substanzen geeignet.
weitere ökotoxikologische Testverfahren
Neben den ausführlich beschriebenen standardmäßig angebotenen Verfahren können von der IDUS Biologisch Analytisches Umweltlabor GmbH sowie in Zusammenarbeit mit Partnerlabors weitere Test zur Prüfung spezieller ökotoxikologischer Fragestellungen bzw. verschiedener Umweltmedien nach Anfrage fachgerecht durchgeführt werden.
Folgende Verfahren können bei Bedarf angeboten werden:
- Pseudomonas-Zellvermehrungs-Hemmtest nach DIN EN ISO 10712-L8:2019-05
- umu-Test zur Bestimmung des erbgutverändernden Potentials nach DIN 38415-T3:1996-12 (Nachauftragnehmer)
- Atmungshemmtest mit Belebtschlamm (DIN EN ISO 8192-L39:2007-05 bzw. OECD 209)
